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GESCHICHTE

GESCHICHTE

Die frühen Anfänge

Der Weinbau hat eigentlich bereits mit dem Einzug der Römer begonnen. In grösserem Umfang allerdings wurden Reben in der Region erst ab dem11. Jahrhundert angebaut.

Am 2.11.1842  beschloss die Oberdörfer Gemeindeversammlung, geeignetes Gemeindeland zu parzellieren und 40 Parzellen an die Bürger abzugeben, unter der Bedingung, dass sie dort Reben anpflanzen werden. Diese Aktion hatte Erfolg und so war der Dielenberg bald mit Rebstöcken bedeckt.

1905 breiteten sich Rebkrankheiten wie der falsche Mehltau und die Reblaus aus. Anstelle von Reben wollte man nun Gemüse pflanzen, aber stattdessen verwilderte das Land ziemlich rasch. 

Gründung Im Dezember 1938 betrug die Rebfläche nicht einmal mehr 50 Aren. Eine Kommission  erarbeitete die Statuten für einen Verein, dessen Ziel die Erhaltung und Förderung des Rebbaues am Dielenberg sein sollte. Der Weinbauverein Dielenberg mit 15 Mitglieder wurde gegründet.
1938-1958 20 Jahre lang versuchte man nun, den Weinbau zu fördern, mit Kursen über die Pflege der Reben und über die Weinzubereitung. Auch die Geselligkeit kam nicht zu kurz.
Jeder behandelte seinen Wein selber, obgleich versucht wurde, gemeinsam zu verwerten. Dies gelang nur in Ansätzen. Auch wenn man die Rebfläche nicht wesentlich vergrössern konnte, war diese Zeit dennoch wertvoll, blieb doch der Rebbau am Dielenberg über Jahre erhalten.
1958-1978

Das Jahr 1958 war von entscheidender Bedeutung. Zum ersten Mal taten sich die 5 Vereinsmitglieder Emil Brügger, Fritz Schweizer, Hans Schweizer, Peter «Dielenberg» Schweizer und Jacques Voegelin zusammen, um den Wein gemeinsam zu keltern. Walter Dellenbach, ein ehemaliger Küfer,  behandelte ihn fachgerecht. Der gemeinsame Erfolg bewies, dass man auf dem richtigen Weg war: Der "Himmellüpfer" war geboren.

Als der Jahrgang 1972 an einer kantonalen Degustation mit Bewertung von 20 möglichen 19,5 Punkte erreichte und im 2. Rang figurierte, hatte der "Himmellüpfer" seinen Platz unter den Baselbieter Weinen gefunden.

Rasch wuchs dann auch die Rebfläche auf 2,5 Hektaren an. Es herrschte akuter Platzmangel, war man doch an 4 verschiedenen Orten zu Hause. Es reifte der Gedanke, am Dielenberg ein eigenes Rebhaus mit Weinkeller zu bauen.

Der Jahrgang 1977 wurde im noch nicht ganz fertiggestellten Rebhaus mit der ebenfalls neu angeschafften Spindelpresse (800 kg) gepresst, im Keller zu Wein vergoren und gelagert. Zu diesem Zeitpunkt waren sämtliche Holzfässer eliminiert und hatten modernen Stahltanks Platz gemacht.

Im Jahre 1978 konnte das Rebhaus eingeweiht werden. Aus diesem Anlass fand ein grosses Fest statt, an dem auch die Dorfbevölkerung regen Anteil nahm.

1978-1988

Der Dielenberger «Himmellüpfer» war nun an jeder Kantonalen Weindegustation mit dabei und schnitt immer sehr gut ab, war er doch stets unter den auserlesenen Weinen, die der Presse vorgestellt wurden.

In diesen Jahren konnten sämtliche Schulden abgetragen werden. Neue Geräte, wie Pumpe und Filter,  sowie Tanks konnten angeschafft werden. Weil die zehn Jahre alte Spindelpresse revisionsbedürftig war, wurde ebenso eine neue Balgpresse gekauft. Gleichzeitig wurde auch die Vergrösserung des Rebhauses beschlossen, sodass der Jahrgang 1988 im erweiterten Keller gekeltert werden konnte.

1988 bis heute

1993 wurde die Mengenbegrenzung auf 1,4 kg pro m2 bei weissen und 1.2 kg pro m2 bei roten Trauben festgelegt. Weiter wurden die Pflanzenschutzmittel ständig verbessert, sodass die die Trauben länger reifen konnten. Die Öchsle° gingen in den nächsten Jahre nie mehr unter 74°.

Im Jahre 1996 hat der Verein beschlossen, wieder rote Trauben anzupflanzen um wieder einen Rotwein anzubieten. Im Frühjahr 1997 wurde entschieden, dass Regent angepflanzt wird, und bereits 1998 konnte die erste Lese des Regent stattfinden. 2005 konnten schon 2 Tonnen geherbstet werden. 1999 wurde die grösste Menge von über 25 Tonnen Riesling - Sylvaner geherbstet. Die Mengenbegrenzung wurde nochmals auf 1.2 kg pro m2 bei weissen und  auf 1.0 kg bei roten Trauben gesenkt.

Für die Abfüllung des Jahrgangs 2002 wurde eine revidierte Occasions-Abfüllanlage angeschafft. Der im Abstand sonnigste Sommer war der 03, und so wurde anfangs September geherbstet.